Premier League: Tottenham Hotspur stark – aber Manchester City holt sich den Meister-Matchball

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Stand: 14.05.2024 23:25 Uhr

Die Schützenhilfe für den FC Arsenal ist ausgeblieben. Trotz einer Top-Leistung der Tottenham Hotspur hat sich Manchester City mit einem 2:0-Auswärtssieg am Dienstagabend (14.05.2024) einen Spieltag vor Ende der Premier League den Meister-Matchball geholt. Am Ende wurde der eingewechselte City-Keeper Stefan Ortega zum Helden.

Für City erzielte Erling Haaland in der 51. Minute das Führungstor in diesem Nachholspiel. In der ersten Minute der Nachspielzeit traf der Norweger erneut – mit einem verwandelten Foulelfmeter. Dadurch können die Citizens nun am kommenden Sonntag (19.05.2024, Live-Ticker bei sportschau.de) mit einem Sieg gegen West Ham United aus eigener Kraft mal wieder Meister werden. Der große Konkurrent FC Arsenal muss hingegen zeitgleich die eigene Aufgabe gegen den FC Everton lösen und dazu auf einen Patzer von City hoffen.

“Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben gewonnen. Es ist unglaublich, dass wir im letzten Saisonspiel wieder die Chance auf den Titel haben”, sagte City-Abräumer Rodri bei Sky und lobte den Ex-Bielefelder Ortega: Dessen Paraden seien “unglaublich” gewesen. Zudem habe City “den besten Stürmer der Welt”.

Toller Schlagabtausch mit der ersten Spurs-Chance

Schon die erste Hälfte war ein phasenweise begeisternder Schlagabtausch – mit erstaunlichen Feldvorteilen und erheblich mehr Ballbesitz bei den Spurs. Und all diese kryptischen Mutmaßungen, dass Tottenham möglicherweise gar keine Schützenhilfe für den ungeliebten Stadtrivalen Arsenal leisten wolle, war schon in der 6. Minute ad absurdum geführt: Rodrigo Betancur stand nach einem Klasse-Abschluss kurz vor der 1:0-Führung für die Gastgeber, doch Ederson lenkte den Ball noch brillant über die Latte.

Tottenham glänzte auch in der Folgezeit mit einem extrem kontrollierten Spielaufbau, selbst unter Hochdruck von City wurde kein Ball lang hinten rausgedroschen – so wie das Spurs-Coach Ange Postecoglou liebt und verlangt. Ein Fehler von Pierre-Emile Højbjerg hätte dann aber nach einer Viertelstunde beinahe City in Vorhand gebracht, doch auch Spurs-Keeper Guglielmo Vicario zeigte gegen den Abschluss von Phil Foden eine herausragende Parade.

City mit überraschend wenig Ballbesitz

Sofort danach diktierte wieder Tottenham das Geschehen, die Ballbesitzmaschine ManCity rutschte zeitweise sogar unterhalb die 40-Prozent-Grenze. Einziges Manko bei den Spurs: Der letzte Pass in die Tiefe kam nicht oder landete bei der überragend postierten City-Innenverteidigung mit Manuel Akanji und Ruben Diaz.

Völlig unverdient wäre eine Pausenführung für das Team von Pep Guardiola gewesen, und doch wäre es fast so gekommen: Erling Haaland scheiterte bei seinem Schuss in der 45. Minute an einer tollen Grätsche von Romero, den anschließenden Schlenzer von Bernardo Silva köpfte Radu Dragusin aus dem Winkel – und feierte sich zu Recht wie bei einem eigenen Treffer.

Haaland nutzt Vorarbeit von De Bruyne

Fünf Minuten nach Beginn der zweiten Hälfte war die Spurs-Abwehr inclusive Vicario dann aber doch geschlagen: Foden setzte sich auf dem linken Flügel durch, ehe der Ball über Bernardo Silva bei Kevin De Bruyne landete. Der passte scharf und flach in die Mitte, wo gleich vier Tottenham-Verteidiger den entscheidenden Laufweg verweigerten – im Gegensatz zu Haaland, der den entscheidenden Schritt nach vorn machte und aus zwei Metern nur noch einzuschieben brauchte.

Wesentlich zwingender wurden die Spurs danach nicht, doch ab der 70. Minute musste City mit einem vermeintlichen Handicap klarkommen: Ederson hatte das Knie von Romero an den Kopf bekommen und musste für den Ex-Bielefelder Stefan Ortega Platz machen. Doch von einer Schwächung konnte zunächst mal gar keine Rede sein: Spurs-Joker Dejan Kulusevski scheiterte in der 71. Minute aus spitzem Winkel an Ortega, zehn Minuten vor Schluss entschied der Keeper dieses Duell erneut für sich.

Auch Son scheitert an Ortega – dann trifft Haaland erneut

Aber das war noch nicht die letzte Heldentat von Ortega. In der 86. Minute unterlief Akanji ein Riesenpatzer, Heung-min Son stürmte dadurch völlig frei auf den Schlussmann zu. Doch Ortega machte sich groß und parierte – an der Seitenlinie ließ sich Guardiola vor lauter Stress und Erleichterung auf den Rücken fallen.

Endlich etwas entspannter konnte der City-Coach dann erst ab der 91. Minute sein. Jeremy Doku holte im Duell mit Pedro Porro einen Strafstoß heraus, den Haaland eiskalt zum Endstand verwandelte.

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