Leverkusen rettet sich auch gegen Stuttgart spät

Stand: 27.04.2024 20:29 Uhr

Die Überlebenskünstler von Bayer Leverkusen stemmen sich auch gegen Stuttgart gegen eine Niederlage – und treffen tief in der Nachspielzeit.

Robert Andrich (90.+6) sorgte mit der letzten Aktion einer furiosen Partie für Leverkusens 2:2 (0:0)-Unentschieden gegen den VfB und damit für das wettbewerbsübergreifend 46. Spiel ohne Niederlage. Die deutschen Nationalspieler Chris Führich (47.) und Deniz Undav (57.) erzielten für die VfB-Treffer, Amine Adli (61.) besorgte Leverkusens Anschlusstreffer.

Bereits in der Vorwoche beim 1:1 in Dortmund und in vielen anderen Partien dieser historisch starken Saison hatte Bayer spät getroffen.

Leverkusen ohne Xhaka und Wirtz

Leverkusen war ohne Granit Xhaka (gelbgesperrt) und den geschonten Florian Wirtz (zunächst auf der Bank) mit mehr Schwung in die Partie gestartet, aber die erste dicke Gelegenheit gehörte Stuttgart. Serhou Guirassy kam aus sechs Metern völlig frei zum Kopfball und verfehlte das Tor knapp – solch große Gelegenheiten hatte der Torjäger in dieser Saison selten ausgelassen.

Leverkusen war auch im Anschluss das leicht bessere Team und hätte nach einer halben Stunde fast getroffen. Grimaldos Schuss prallte von Nübels Brust zentral ab, Schick schoss den Abpraller über das Tor. Zur Halbzeit lag Bayer in Sachen Torschüsse mit 8:2 in Führung.

Führich und Undav treffen

Doch unmittelbar nach dem Seitenwechsel schlug Stuttgart dann zu. Alejandro Grimaldo verschätzte sich nach einem langen Pass, sodass Jamie Leweling auf halbrechts durch war. Dessen Schuss lenkte Lukas Hradecky noch an den Pfosten und Führich verwertete den schwierigen Abpraller sehenswert.

Kurz darauf erhöhte Undav zum 2:0, hatte aber Glück, dass sein Tor nicht zurückgenommen wurde. Im Vorfeld hatte er seinen Nationalmannschaftskollegen Robert Andrich am Arm gezogen, sodass der Befreiungsschlag des Leverkuseners misslang. Nur vier Minuten später hätte Guirassy den nächsten Treffer erzielen müssen, doch er ließ auch seine zweite Großchance liegen (60.).

Undav zieht Andrich vor seinem Tor am Arm

Riesen-Doppelparade von Nübel

Die Werkself blieb mutig, dafür hat sie in ihrer Meistersaison schon genug Spiele spät gedreht. Der Anschluss folgte prompt, Adli traf von halblinks präzise durch die Beine von Waldemar Anton ins rechte Eck. Kurz darauf rettete Alexander Nübel dem VfB die Führung mit einer bärenstarken Doppelparade gegen Amine Adli und Jonas Hofmann (65.).

Die Partie war jetzt richtig rasant, was vor allem an Leverkusen lag, das sich mit aller Macht gegen die Niederlage stemmte. Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Trainer Xabi Alonso auch noch Wirtz und Victor Boniface.

Guirassy vergab noch eine dritte Großchance (87.) – und dann schlug Andrich zu.

Stuttgart jetzt gegen die Bayern

Stuttgart muss jetzt bei Rekordmeister München ran (Samstag, 15:30 Uhr). Leverkusen hat das Halbfinal-Hinspiel in der Europa League bei AS Rom vor der Brust (Donnerstag, 21.00 Uhr) und spielt in der Liga als nächstes gegen Frankfurt (Sonntag, 17:30 Uhr).

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