Elfmeterheld und Beinbruch: Neuers bewegte Real-Historie

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Stand: 08.05.2024 09:27 Uhr

2012 hielt er gegen Ronaldo und Kaká, 2017 brach er sich den Fuß. Manuel Neuer hat gemischte Erinnerungen an Spiele gegen Real Madrid.

Wenn es nach Manuel Neuer geht, kann sich Geschichte gerne wiederholen. Am 25. April 2012 bereitete der Torhüter mit gehaltenen Elfmetern gegen die Weltstars Cristiano Ronaldo und Kaká den Weg für das “Finale dahoam”. Gleichzeitig dürfte der Blick auf ein anderes denkwürdiges Duell zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid ein mulmiges Gefühl bei Manuel Neuer auslösen. 2017 unterlag der Rekordmeister beim spanischen Klub mit 2:4 nach Verlängerung und schied im Viertelfinale aus.

2017: Beinbruch und Champions-League-Aus

Gleich doppelt schmerzhaft war dieses letztere Spiel, weil sich Neuer beim zwischenzeitlichen (stark abseitsverdächtigen) 2:3 den Fuß gebrochen hatte. Ein schicksalshafter Tag für den bis dato weitestgehend unversehrt durch die Karriere gekommenen Schlussmann. In der Folge kämpfte Neuer immer wieder mit schweren Verletzungen, ein Jahr nach dem Viertelfinal-Aus musste er von der Tribüne aus zuschauen, wie der FCB auch wegen eines schweren Aussetzers von Neuer-Ersatz Sven Ulreich erneut an Madrid scheiterte.

Am Dienstag kehrte Neuer nun mit den Bayern zurück ins sagenumwobene Estadio Santiago Bernabeu zurück. “Der Eindruck ist imposant”, erklärte Neuer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. “Ich kenne das Stadion von den Spielen davor.” Besonders der Blick auf die “riesige Anzeigetafel und die Bande drumherum” haben sich bei Neuer eingebrannt: “Das ganze Stadion hat etwas Besonderes und Historisches.”

Bernabeu ein Stadion wie “kaum ein anderes in Europa”

“Es gibt kaum ein Stadion in Europa oder der Welt, wo es schöner ist für einen kleinen Jungen irgendwann mal später spielen zu dürfen.” Für Neuer ist es bereits vierte Mal, dass er in einem K.o.-Spiel der Königsklasse von den Königlichen empfangen wird. Die Bilanz ist mit nur einem Sieg mau, doch das macht ihm nichts aus.

“Man darf nicht erstarren oder erschrecken. Man muss das Gefühl von Druck in etwas Positives umwälzen”, sagte Kapitän Neuer, der “nicht mit Angst” nach Madrid gereist ist. “Keiner will einen Fehler machen, jeder will daraus dann seinen Nutzen oder Vorteil ziehen.”

Neuer gut gerüstet für “Mindgame”

Sollte es zum Elfmeterschießen kommen, fühlt er sich und seine Mitspieler gut eingestellt. Aus psychologischer Sicht sieht er sich in seiner Rolle als Torwart im Vorteil: “Es ist ein kleines Mindgame mit dem Schützen und dem Torhüter. (…) Am Ende entscheidet immer der Schütze, wo der Ball hingeht.” Als Anschauungs- und Motivationsmaterial wird sich Neuer sicherlich auch noch einmal an den Videoclips aus dem Elfmeterschießen aus dem Jahr 2012 bedienen.

Video: Die Pressekonferenz mit Thomas Tuchel und Manuel Neuer im Re-Live

Quelle: BR24Sport
07.05.2024 – 19:20 Uhr

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