Bayern-Pleite hilft Leverkusen – nächste Woche Meister?

Stand: 06.04.2024 18:05 Uhr

Bayer Leverkusen hat sich am Samstag in der Fußball-Bundesliga auch von Union Berlin nicht aufhalten lassen. Durch das 1:0 (1:0) kann die “Werkself” nächste Woche gegen Werder Bremen erstmals Deutscher Meister werden.

41. Pflichtspiel, zum 41. Mal keine Niederlage – und nur noch einen Sieg vom ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte entfernt: Der unglaubliche Lauf von Bayer Leverkusen in dieser Saison ging am Samstag (06.04.2024) auch bei Union Berlin weiter. Und verantwortlich dafür war in erster Linie die Nachspielzeit der ersten Halbzeit.

Leverkusen vergibt beste Chancen, Union im Glück

Die “Werkself” hatte die Partie zunächst erwartungsgemäß bestimmt, in den ersten 30 Minuten über 66 Prozent Ballbesitz, 6:0 Torschüsse und sogar über 60 Prozent der Zweikämpfe gewonnen – sowohl Borja Iglesias (17.) als auch Alejandro Grimaldo (28.) vergaben jedoch die besten Möglichkeiten.

Dann kehrte etwas Ruhe ins Spiel ein, Union schaffte es, den Gegner zu neutralisieren, hatte durch einen Kopfball von Robin Gosens ans Außennetz selbst eine gute Chance (36.). Doch dann kippte das Spiel nach Ablauf der 45 Minuten.

Platzverweis, Elfmeter und Tor in der Nachspielzeit

Nach einer unnötigen Grätsche an der Strafraumkante gegen Nathan Tella sah Gosens in der dritten Minute der Nachspielzeit Gelb-Rot. Nach dem folgenden Freistoß wurde es unübersichtlich: vier Torschüsse gab Leverkusen ab, am Ende landete der Ball nach einem Schuss von Odilon Kossounou im Tor – aber Schiedsrichter Benjamin Brand entschied Abseits. Nach Ansicht der Videobilder gab es jedoch keinen Freistoß für Berlin, sondern Elfmeter für Bayer.

Denn Christopher Trimmel hatte einen Versuch von Robert Andrich mit dem Arm an den Pfosten gelenkt. Glück für Trimmel, dass es keine Rote Karte gab, Pech für Union allerdings, dass es trotzdem in Unterzahl und mit Rückstand in den zweiten Durchgang ging – denn Florian Wirtz verwandelte den Strafstoß (45.+8).

Nur noch ein Sieg bis zum Ende von “Vizekusen”

Damit war der Weg zum nächsten Sieg geebnet. Schon vor dem Spiel hatte es keine Zweifel mehr gegeben, dass sich Leverkusen in dieser Saison erstmals zum Meister küren wird, verschiedene Protagonisten des FC Bayern München haben der “Werkself” bereits gratuliert und den Titelkampf für beendet erklärt. Rein formell könnte das in der nächsten Woche passieren – und dafür braucht Leverkusen nach der 2:3-Niederlage der Bayern in Heidenheim nur noch einen Sieg gegen Bremen.

Doch gegen Werder könnte das Team von Trainer Xabi Alonso noch eine weitere Marke knacken. Bislang ist Juventus Turin mit 43 Pflichtspielen ohne Niederlage in den Jahren 2011 und 2012 Rekordhalter in Europa – Leverkusen würde gleichziehen, wenn am Donnerstag (11.04.2024) in der Europa League gegen West Ham United keine Pleite folgt, ebenso auch keine gegen Bremen.

Die Aufgabe, das Spiel in Berlin zu gewinnen, erledigte die “Werkself” in der zweiten Halbzeit ohne große Bemühungen. In Unterzahl brachte die Alonso-Mannschaft mit ihrer Spielstärke das Ergebnis glanzlos über die Zeit, musste nicht eine brenzlige Situation überstehen. Selbst hatte Leverkusen aufgrund der eigenen Passivität aber auch keine Chancen mehr. Entscheidend war das aber nicht.

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